Im Gespräch
Stephanie Wunder
Agora Agrar
Dorothee Gangnus
Stadt Dortmund
Julia Jägle
Ecologic Institut
Doreen Buchheiser
Robert Bosch Stiftung
Beschreibung
Wie wird aus einem guten Einzelprojekt ein Prozess, der das regionale Ernährungssystem tatsächlich verändert? Und welche Rolle können Ernährungsräte, Ernährungsinitiativen, Kommunen und weitere Akteure dabei übernehmen?
Die Dialogrunde knüpft unmittelbar an den vorhergehenden Impuls von Stephanie Wunder an und richtet den Blick auf konkrete Erfahrungen aus der Praxis. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Modellregionen aus dem Programm „Besser essen in der Region“, Einblicke in die Projektlandschaft aus dem Programm "Zukunft aufgetischt!" und die Frage, welche Erkenntnisse daraus für andere Kommunen und Regionen übertragbar sind.
Dorothee Gangnus bringt Erfahrungen aus der Stadt Dortmund und der Zusammenarbeit von Kommune, Ernährungsrat und weiteren Partnern ein. Julia Jägle ergänzt die Perspektive aus der Begleitung und Auswertung der Modellregionen: Welche Erfolgsbedingungen lassen sich erkennen, was ist übertragbar – und was bleibt stark vom jeweiligen lokalen Kontext abhängig?
Doreen Buchheiser erweitert die Runde um Erfahrungen aus dem Programm „Zukunft aufgetischt!“, das insbesondere Veränderungsprozesse in kleineren und ländlicheren Kommunen unterstützt. Zugleich bringt sie die Perspektive einer fördernden Stiftung ein: Welche Formen von Förderung und Unterstützung helfen dabei, langfristige Wirkung zu entfalten?
Stephanie Wunder ordnet die verschiedenen Beispiele in den größeren Kontext kommunaler und regionaler Ernährungspolitik ein.
Im Zentrum steht dabei weniger die Vorstellung einzelner Projekte als die gemeinsame Frage: Was können wir voneinander lernen, wenn wir regionale Ernährungssysteme vor Ort langfristig stärken wollen?
Was erwartet die Teilnehmenden?
Gemeinsam wollen wir unter anderem diskutieren:
- Wann wird aus einem guten Projekt Arbeit am Ernährungssystem?
- Welche Formen der Zusammenarbeit zwischen Kommune, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren funktionieren besonders gut?
- Welche Erfahrungen aus Modellregionen lassen sich auf andere Kontexte übertragen?
- Welche Rolle können Ernährungsräte und andere Ernährungsinitiativen sinnvoll übernehmen?
- Welche Voraussetzungen braucht es, damit aus befristeten Vorhaben längerfristige Strukturen und Prozesse entstehen?
Ziel des Programmpunkts
Die Dialogrunde soll einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für den weiteren Kongresstag schaffen. Sie möchte den Blick darauf richten, wie Ernährungsräte und andere Ernährungsinitiativen systemischer wirken können – nicht nur durch einzelne Projekte, sondern als Teil längerfristiger kommunaler und regionaler Veränderungsprozesse.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, ein fertiges Modell für alle Regionen zu entwickeln. Vielmehr sollen unterschiedliche Erfahrungen sichtbar werden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und Anregungen dafür gewonnen werden, welche Rollen, Partnerschaften und Unterstützungsstrukturen vor Ort hilfreich sein können.

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