Beschreibung
Regionale Ernährungssysteme entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen allein. Sie brauchen Zusammenarbeit, Koordination, Wissen, verlässliche Strukturen und passende Ressourcen. Ernährungsräte können dabei wichtige Rollen übernehmen: Akteur:innen miteinander verbinden, Erfahrungen bündeln, kommunale Prozesse begleiten und neue Vorhaben anstoßen.
In dieser Projektwerkstatt schauen wir gemeinsam darauf, was wir unter regionalen Ernährungssystemen verstehen, welche guten Praxisbeispiele bereits vorliegen und welche Vorgehensweisen sich für unterschiedliche Themen und Ausgangslagen anbieten. Grundlage sind die bis dahin ausgewertete Umfrage, Erfahrungen aus dem Netzwerk sowie Praxisbeispiele aus der Broschüre „Regionale Ernährung und Versorgung gemeinsam möglich machen“.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus vorhandenem Wissen konkrete nächste Schritte entstehen können. Dabei geht es auch um passendes Matching: Welche Ernährungsräte können voneinander lernen? Wo gibt es bereits Erfahrungen, die sich übertragen lassen? Welche Regionen könnten gemeinsam an ähnlichen Herausforderungen arbeiten?
Abschließend werfen wir einen ersten Blick auf mögliche Förder- und Finanzierungsperspektiven für 2027 und verständigen uns auf konkrete nächste Schritte für die weitere Zusammenarbeit.
Was erwartet die Teilnehmenden?
Die Werkstatt verbindet kurze fachliche Einordnungen mit konzentrierter gemeinsamer Arbeit. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über bestehende Ansätze und arbeiten anschließend an zentralen Fragen:
- Was verstehen wir unter einem regionalen Ernährungssystem?
- Welche erprobten Praxisansätze gibt es bereits?
- Welche Vorgehensweisen passen zu unterschiedlichen lokalen Voraussetzungen?
- Wer kann von den Erfahrungen welcher Region profitieren?
- Welche gemeinsamen Projekt- und Förderperspektiven ergeben sich?
- Welche nächsten Schritte wollen wir verbindlich vereinbaren?
Die 90 Minuten dienen als erster Einstieg in eine längerfristige gemeinsame Projektentwicklung. Es geht nicht darum, bereits ein fertiges Programm zu beschließen, sondern vorhandene Ansätze zu bündeln und daraus eine tragfähige Arbeitsrichtung zu entwickeln.
Ziel des Programmpunkts
Ziel der Projektwerkstatt ist es,
- ein gemeinsames Verständnis regionaler Ernährungssysteme zu schärfen,
- Erfahrungen und gute Praxis aus dem Netzwerk nutzbar zu machen,
- Bedarfe und Ausgangslagen der Ernährungsräte zusammenzuführen,
- mögliche Lern- und Kooperationspartnerschaften zu identifizieren,
- erste Förderperspektiven für 2027 einzuordnen,
- verbindliche nächste Schritte für die weitere Projektentwicklung zu vereinbaren.
Damit knüpft die Werkstatt unmittelbar an die strategische Leitidee des Kongresses an: Aus Praxis- und Modellwissen sollen konkrete Umsetzungskorridore für weitere Ernährungsräte, Kommunen und Regionen entstehen.
Inhaltliche Grundlagen
Die Werkstatt baut auf mehreren bereits vorhandenen Arbeitsständen auf:
- der ausgewerteten Umfrage zu Ausgangslagen, Bedarfen und Interessen der Ernährungsräte,
- Praxisbeispielen aus der Broschüre „Regionale Ernährung und Versorgung gemeinsam möglich machen“,
- Erfahrungen aus Modellregionen und weiteren Ernährungswende-Projekten,
- ersten Überlegungen zu einem Qualifizierungs- und Umsetzungsprogramm,
- einer Vorrecherche zu möglichen Förder- und Finanzierungsperspektiven für 2027.
Die bisherige Projektlogik sieht vor, Ernährungsräte nicht als unbezahlte Ersatzstrukturen zu behandeln, sondern sie entsprechend ihrer jeweiligen Ausgangslage zu qualifizieren, zu vernetzen und bei konkreten Umsetzungsschritten zu unterstützen.

![[headshot] image of customer (for a grocery store)](https://cdn.prod.website-files.com/694bb3b3ec4021bcd5dd085c/695103adeb9f8a91e90a67eb_Foto-Lachmann.jpg)





