Auf Grundlage der Mitgliederabfrage, bestehender Praxisbeispiele und erster Förderperspektiven entwickeln wir gemeinsame Ansatzpunkte, passende Lernpartnerschaften und konkrete nächste Schritte für 2027.

Regionale Ernährung und Versorgung gemeinsam möglich machen

Auf Grundlage der Mitgliederabfrage, bestehender Praxisbeispiele und erster Förderperspektiven entwickeln wir gemeinsame Ansatzpunkte, passende Lernpartnerschaften und konkrete nächste Schritte für 2027.
Speaker:in / Workshopleitung
[headshot] image of customer (for a grocery store)
Tomasz Lachmann
Geschäftsführung Netzwerk Ernährungsräte
Beginn
Saturday
–
19
.
September
2026
–
15:00
Uhr
Ende
Saturday
–
19
.
September
2026
–
16:30
Uhr
Format
Workshop
Raum
TBA

Beschreibung

Regionale Ernährungssysteme entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen allein. Sie brauchen Zusammenarbeit, Koordination, Wissen, verlässliche Strukturen und passende Ressourcen. Ernährungsräte und andere Ernährungsinitiativen können dabei wichtige Rollen übernehmen: Akteur:innen miteinander verbinden, Erfahrungen bündeln, kommunale Prozesse begleiten und neue Vorhaben anstoßen.

Ein zentraler Ausgangspunkt dieser Projektwerkstatt sind die Erfahrungen aus den Modellregionenprojekten des Programms „Besser essen in der Region“. In den beteiligten Regionen wurde in den vergangenen Jahren praktisch erprobt, wie regionale Ernährungssysteme gestärkt, Kooperationen aufgebaut, kommunale Prozesse gestaltet und neue Strukturen geschaffen werden können. Dieses Praxiswissen ist für das Netzwerk ein wichtiges Vorbild für die Frage, wie erfolgreiche Ansätze weiterentwickelt, auf andere Regionen übertragen und langfristig verstetigt werden können.

Mit Alexandra Jaik aus Dortmund und Judith Busch aus Oldenburg begleiten zwei Projektverantwortliche und erfahrene Praktikerinnen aus diesem Kontext die Werkstatt. Sie bringen konkrete Erfahrungen aus ihren Regionen ein und unterstützen dabei, Erfolgsbedingungen, Herausforderungen und übertragbare Ansätze gemeinsam herauszuarbeiten.

In der Projektwerkstatt schauen wir darauf, was wir unter regionalen Ernährungssystemen verstehen, welche guten Praxisbeispiele bereits vorliegen und welche Vorgehensweisen sich für unterschiedliche Themen und Ausgangslagen anbieten. Grundlage sind die bis dahin ausgewertete Umfrage, Erfahrungen aus dem Netzwerk, die Erkenntnisse aus den Modellregionen sowie Praxisbeispiele aus der Broschüre „Regionale Ernährung und Versorgung gemeinsam möglich machen“.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus vorhandenem Wissen konkrete nächste Schritte entstehen können. Dabei geht es auch um passendes Matching: Welche Ernährungsräte und Ernährungsinitiativen können voneinander lernen? Wo gibt es bereits Erfahrungen, die sich übertragen lassen? Welche Regionen arbeiten an ähnlichen Herausforderungen – und wo könnten daraus Lernpartnerschaften oder gemeinsame Vorhaben entstehen?

Abschließend werfen wir einen ersten Blick auf mögliche Förder- und Finanzierungsperspektiven für 2027 und verständigen uns auf konkrete nächste Schritte für die weitere Zusammenarbeit.

Was erwartet die Teilnehmenden?

Die Werkstatt verbindet kurze fachliche und praktische Impulse mit konzentrierter gemeinsamer Arbeit. Alexandra Jaik und Judith Busch geben Einblicke in Erfahrungen aus den Modellregionen und stehen für den Austausch über konkrete Umsetzungswege, Erfolgsbedingungen und Hürden zur Verfügung.

Gemeinsam arbeiten wir anschließend an zentralen Fragen:

  • Was verstehen wir unter einem regionalen Ernährungssystem?
  • Was können wir aus den Modellregionen von „Besser essen in der Region“ lernen?
  • Welche erprobten Praxisansätze gibt es bereits?
  • Was davon lässt sich auf andere Kommunen und Regionen übertragen – und was muss jeweils angepasst werden?
  • Welche Vorgehensweisen passen zu unterschiedlichen lokalen Voraussetzungen?
  • Wer kann von den Erfahrungen welcher Region profitieren?
  • Was braucht es, damit erfolgreiche Ansätze nach Projektende verstetigt werden?
  • Welche gemeinsamen Projekt- und Förderperspektiven ergeben sich?
  • Welche nächsten Schritte wollen wir verbindlich vereinbaren?

Die 90 Minuten dienen als Einstieg in eine längerfristige gemeinsame Projektentwicklung. Es geht nicht darum, bereits ein fertiges Programm zu beschließen. Vielmehr wollen wir vorhandenes Praxis- und Modellwissen bündeln und daraus eine tragfähige Arbeitsrichtung für Transfer, Weiterentwicklung und Verstetigung entwickeln.

Ziel des Programmpunkts

Ziel der Projektwerkstatt ist es,

  • ein gemeinsames Verständnis regionaler Ernährungssysteme zu schärfen,
  • die Erfahrungen aus den Modellregionen „Besser essen in der Region“ für die weitere Arbeit des Netzwerks nutzbar zu machen,
  • übertragbare Erfolgsbedingungen und Vorgehensweisen zu identifizieren,
  • Erfahrungen und gute Praxis aus dem gesamten Netzwerk zusammenzuführen,
  • Bedarfe und unterschiedliche Ausgangslagen von Ernährungsräten und anderen Ernährungsinitiativen sichtbar zu machen,
  • mögliche Lern-, Transfer- und Kooperationspartnerschaften zu identifizieren,
  • Ansätze für die Verstetigung erfolgreicher Strukturen und Projekte zu entwickeln,
  • erste Förderperspektiven für 2027 einzuordnen,
  • verbindliche nächste Schritte für die weitere Projektentwicklung zu vereinbaren.

Damit knüpft die Werkstatt unmittelbar an die strategische Leitidee des Kongresses und die weitere Entwicklung des Netzwerks an: Aus dem Wissen und den Erfahrungen erfolgreicher Modellprojekte sollen konkrete Umsetzungskorridore für weitere Ernährungsräte, Ernährungsinitiativen, Kommunen und Regionen entstehen.

Inhaltliche Grundlagen

Die Werkstatt baut auf mehreren bereits vorhandenen Arbeitsständen auf:

  • den Erfahrungen und Erkenntnissen aus den Modellregionenprojekten des Programms „Besser essen in der Region“,
  • der ausgewerteten Umfrage zu Ausgangslagen, Bedarfen und Interessen der Ernährungsräte,
  • Praxisbeispielen aus der Broschüre „Regionale Ernährung und Versorgung gemeinsam möglich machen“,
  • weiteren Erfahrungen aus Ernährungsräten und Ernährungswende-Projekten,
  • ersten Überlegungen zu einem Qualifizierungs-, Transfer- und Umsetzungsprogramm,
  • einer Vorrecherche zu möglichen Förder- und Finanzierungsperspektiven für 2027.

Die Erfahrungen der Modellregionen bilden dabei keine Blaupause, die einfach kopiert werden kann. Sie liefern vielmehr erprobtes Praxiswissen darüber, welche Strukturen, Partnerschaften, Ressourcen und Vorgehensweisen regionale Veränderungsprozesse unterstützen. Dieses Wissen soll gemeinsam daraufhin betrachtet werden, was sich übertragen lässt, welche Anpassungen unterschiedliche regionale Ausgangslagen erfordern und wie erfolgreiche Ansätze über einzelne Förderprojekte hinaus verstetigt werden können.

Die bisherige Projektlogik sieht dabei ausdrücklich vor, Ernährungsräte und andere zivilgesellschaftliche Initiativen nicht als unbezahlte Ersatzstrukturen zu behandeln. Stattdessen sollen sie entsprechend ihrer jeweiligen Ausgangslage qualifiziert, vernetzt und bei konkreten Umsetzungsschritten unterstützt werden. Die Erfahrungen der Modellregionen sind hierfür ein zentraler Referenzpunkt für die nächste Entwicklungsphase des Netzwerks.

subject: a food station in an underprivileged neighborhood

Kommt mit uns nach Drahnsdorf!

Jetzt teilnehmen

Weitere Programmpunkte