Münster

Gesund. Gerecht. Genug?!

Forum zum Recht auf Nahrung

Fachtagung
image of a transportation seminar
Beginn
20
.
June
2026
12:00
Uhr
Ende
20
.
June
2026
22:00
Uhr
Ort
Münster
Adresse
B-Side, Am Mittelhafen 42, 48155 Münster

Beim Forum „Gesund. Gerecht. Genug?!“ zum Recht auf Nahrung geht es um eine zentrale Frage: Wie kann das Menschenrecht auf angemessene Ernährung für alle endlich Wirklichkeit werden?

Weltweit werden genug Lebensmittel produziert – und trotzdem ist das Ernährungssystem zutiefst ungerecht: 700 Millionen Menschen hungern weltweit, 42 Millionen Menschen in Europa können sich nicht regelmäßig eine richtige Mahlzeit leisten, während gleichzeitig enorme Mengen an Lebensmitteln verschwendet werden. Zugang, Verteilung und Qualität sind ungleich organisiert – und gesundes, gutes Essen bleibt für viele unerreichbar, oft gerade auch für die Menschen, die es produzieren.

Vor diesem Hintergrund bringt das Forum Menschen aus Aktivismus, Landwirtschaft, Wissenschaft und Praxis zusammen. Wir teilen Erfahrungen, tauschen Wissen aus und wollen mit euch Wege und Lösungen diskutieren, damit wir künftig über unsere Ernährung sagen können: „Gesund! Gerecht! Genug! Für alle!“

Wir sprechen über Agrarökologie als Zukunftsvision einer nachhaltigen Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und -souveränität sowie konkrete politische Instrumente, um die Spielregeln des Systems zu ändern.

Das Forum bietet Raum für Ideen und Begegnungen.

Datum: 20.06.2026
Beginn: 12:00 Uhr
Ort: B-Side, Am Mittelhafen 42, 48155 Münster

Programm

Los geht’s am Samstag, 20. Juni um 12 Uhr in der B-Side mit einer Podiumsdiskussion, gefolgt von verschiedenen Workshops. Wir lassen den Abend ausklingen mit Gemüse schnippeln und Disco.

Podiumsdiskussion

Miteinander im Gespräch:  

Paula Gioia (La Via Campesina / AbL)
Nicole Strake (stellv. Vorsitzende Ring der Landjugend)
Anke Kähler (Atelier Ernährungswende gUG/ Agrarökologische Praxis Allianz)
Anne Monika Spallek (Vorstand AbL, ehem. MdB (Bündnis90/die Grünen))
Renate Antonie Krause (Mitglied im KoKreis der Nationalen Armutskonferenz)
Silke Friedrich (FH Münster, Institut für Nachhaltige Ernährung iSUN)

Moderation: Jan Greve (Meine Landwirtschaft).

Workshops

14:15 bis 15:45 Uhr

Ein anderes Brot ist möglich - Agrarökologische Perspektiven entlang der Wertschöpfungskette Getreide, Mehl und Brot

Mit Anke und Lukas Kähler von der Atelier Ernährungswende gUG sowie der Agrarökologischen Praxis Allianz

Wie sieht unser heutiges Getreide-, Mehl- und Brotsystem eigentlich aus? Welche sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Folgen bringt es mit sich? Gemeinsam schauen wir auf Ungerechtigkeiten entlang der Wertschöpfungskette, versteckte Kosten von billigem Brot und die Auswirkungen industrieller Produktionsweisen auf Umwelt, Klima und Handwerk. Wir beschäftigen uns mit agrarökologischen Alternativen und entwickeln Perspektiven für ein Ernährungssystem, das Gesundheit, Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung verbindet – vom Saatgut bis zum Brot.

Ernährung, Macht und der Kampf um unsere Zukunft - Chancen für soziale und demokratische Nahrungsmittelproduktion

Mit Nara von Slow Food DE

Weitere Informationen folgen.

Simple food – Gesund und lecker: Regional kochen, global wirken

Mit Claudia Beste, Ernährungsrat Münster

Lust auf Rezept-Inspiration für eine bewusste und zukunftsfähige Ernährung? In diesem Workshop entdecken wir einfache vegetarische und vegane Rezepte mit regionalen und saisonalen Zutaten. Gemeinsam kochen wir alltagstaugliche Gerichte, die nicht nur gut schmecken, sondern auch Mensch, Klima und Umwelt guttun. Dabei orientieren wir uns an den Prinzipien der Planetary Health Diet: Mehr pflanzliche Lebensmittel, bewusster Genuss und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen.

16:00 – 17:30 Uhr

"FOODSTORIES - Küken, Klima und Karotten"

Mit Nina Speir von Vamos e.V.

Gemeinsam werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Lebensmittelindustrie: Anhand filmischer Geschichten – vom Pastinaken-Fan über den Reste-Verwerter bis hin zur Klima-Heldin – nähern wir uns dem Thema auf abwechslungsreiche Weise. Wir sprechen über Saisonalität, Abfallvermeidung und Klimaschutz. Dabei gehen wir über die reine Konsumebene hinaus, beleuchten politische Zusammenhänge in der Lebensmittelindustrie und diskutieren Handlungsmöglichkeiten vor Ort und digital.

Good Food Action Lab! – Mobilisierung für die Bürgerinitiative “Good Food For All”

Alle Menschen sollten Zugang zu gutem und gesundem Essen haben! Mit der Europäischen Bürger*inneninitiative zum Recht auf Nahrung wollen wir dieses Recht politisch stärken. In unserem Workshop sammeln wir Ideen: Wie können wir noch mehr Menschen erreichen? Wie können wir weiter Unterschriften sammeln, auf Veranstaltungen sichtbarer werden und neue Aktionen in Münster starten? Ob Materialien oder Aktionen: Hier ist ein Raum für Austausch, Ideen und gemeinsames Planen. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten – Vorkenntnisse werden nicht gebraucht!

Streuobstwiesen als Gemeingut – Wie kann die Pflege, Ernte und Verwertung gemeinschaftlich organisiert werden?

Mit Henning Kraken vom NABU

Streuobstwiesen sind einzigartige Landschaften: Sie bieten nicht nur Lebensräume für verschiedenste Pflanzen und Tiere, sondern auch eine Vielfalt verschiedener Obstsorten für den Menschen. Damit diese wertvollen Lebensräume erhalten werden, braucht es gemeinsames Engagement. Zusammen sprechen wir darüber, was wir tun können, um Streuobstwiesen langfristig gemeinschaftlich zu pflegen, zu nutzen und lebendig zu halten.

Abenteuer Kochkompass - Nachhaltige Ernährungsbildung der Praxis

Mit Salim Yahfoufi, Ernährungsrat Münster

Wie lernen Kinder einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln? Der Workshop des Ernährungsrat Münster wirft einen Blick auf die Geschichte der Ernährungsbildung und zeigt, warum das Thema heute oft zu kurz kommt. Gemeinsam diskutieren wir, wie Ernährungsbildung nachhaltig, gerecht, gesund und zugleich alltagstauglich und genussvoll sein kann. Dabei lernen wir das Unterrichtsmaterial „Abenteuer Kochkompass“ kennen und probieren praxisnahe Methoden aus, mit denen Ernährungsbildung für Kinder partizipativ und lebendig gestaltet werden kann.

Diese Veranstaltung wird von der Europäischen Union kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung der Christlichen Initiative Romero (CIR) und spiegelt nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union wider.

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